Die Geschichte des Chores an St. Margaret

Am 23. Februar 1912 wurde mit Chorregent Peter Groß und 22 aktiven Mitgliedern der Kirchenchorverein St. Margareth München-Sendling gegründet. Bereits am 30. November 1912 fand das 1. Kirchenchorkonzert statt (siehe Auszug aus dem Protokoll vom 17. Juni 1912 im Bild).

Aus dem Sitzungsprotokoll vom 16. Dezember 1912 entnehmen wir, dass ein Reinerlös von 163,30 Mark erzielt wurde, dazu kam eine Spende von 30 Mark. Der Bericht über das abgelaufene 1. Vereinsjahr vom 3. März 1913 erzählt:

„Der unverkennbare Aufschwung des Kirchenchores bezüglich seiner Leistungen ist gewiss auch durch die Zunahme an Mitgliedern bedingt. Der Verein zählt heute 48 aktive Mitglieder. An geselligen Unterhaltungen hatte der Kirchenchorverein neben einer bescheidenen Sonntagsunterhaltung einen gemütlichen karnevalistischen Abend im Kochelbräu, bei dem die Damen mit kleinen Geschenken bedacht wurden."

Aus dem Bericht zur Mitgliederversammlung am 27. Februar 1914:

„Ein markanter Tag war und wird für lange Zeit der 16. November 1913 bleiben. An diesem Tag fand nämlich durch H. H. Erzbischof Bettinger die Einweihung der neuen Kirche statt. Zu dieser Feier war auch S. M. der König und I. M. die Königin nach Sendling gekommen. So war dem Kirchenchorverein eine schöne Gelegenheit gegeben, bei der Anwesenheit des Landesherren in der Festmesse von Carl Zeller (in D) von seinem Können eine Probe abzulegen [...] die erwähnte Festmesse kam mit solchem Schmelz zum Vortrag, daß die Presse rühmlich von den Leistungen unseres Vereins an diesem Tag sprechen konnte."


1917 wird Herr Chordirektor Kagerer zum Leiter des Kirchenchores ernannt. Der Verein zählt 59 aktive Mitglieder. Anfang 1918 übernahm Hans Schober die Leitung des Chores. Es wird eine Chorschule gegründet:

„Aufnahme sollen finden unbescholtene Personen, in der Regel nicht unter16 Jahren [...] Der Monatsbeitrag soll 2,- Mark betragen, die im voraus entrichten sind.“
Herr Schober wird im Protokoll vom 23.4.1920 folgendermaßen beschrieben: „Er ist unter den ernst zu nehmenden Kirchendirigenten Münchens sicher einer der bedeutendsten."


In den folgenden Jahren wird immer wieder über finanzielle Schwierigkeiten berichtet, der Probenbesuch ließ oft sehr zu wünschen übrig, die Chorschule brachte nicht den gewünschten Erfolg und der Einklang im Chor war nicht immer harmonisch. Trotz aller Schwierigkeiten wurden viele neue Messen einstudiert, ein eigenes Kirchenorchester gegründet. Herr Schober schlägt vor, mehr Geselligkeit zu pflegen, Ausflüge und musikalische Abende zu veranstalten. Hans Schober betreute den Chor noch fast die ganzen schwierigen Kriegsjahre.

1947 kam Johannes Hasting hach St. Margaret. Er baute wieder einen Jugend- und einen Kinderchor auf. Er führte den Kirchenchor zu neuer Blüte; die Mitgliederzahl wuchs auf 75 Sänger. Hasting studierte große Orchestermessen ein u.a. die Cäcilienmesse von Gounod. Am 13.10.1955 wurde die neue Orgel eingeweiht, erbaut von der Sendlinger Orgelbaufirma Schwenk. Johannes Hasting studierte das Mozart-Requiem ein und führet es am 19.11.1958 für Stadtpfarrer Paul Meisel, nichtahnend, dass es am 11.7.1961 beim Sterbegottesdienst für Johannes Hasting wieder gesungen werden sollte. Hasting starb nach kurzer Krankheit völlig unerwartet. Das Requiem leitete Herr Erich Leckert, der dann am 1. September 1961 die Leitung des Chores übernahm. 1973 bis 1984 war Herr Dr. Schneiders Chorleiter, der sich sehr um das vorhandene Notenmaterial kümmerte. 1. September 1984 wurde Rainer Elsässer der Leiter des Kirchenchores. Die Mitgliederzahl war auf 25 geschrumpft. Herr Elsässer und die verbliebenen Chormitglieder setzten sehr viel Energie ein, den Chor so schnell wie möglich wieder aufzubauen. Schon im Dezember 1984 fand das 1. Adventsingen statt, das seitdem bis 1997 zum festen Bestandteil des Kirchenjahres in St. Margaret gehört. Die Mitgliederzahl wuchs ständig. Ende 1985 zählte der Chor 47 Mitglieder. Am 26. Oktober 1986 wurde vor etwa 650 Zuhörern die „Messe Solennelle“ von G. Rossini aufgeführt.
Seitdem fand bis 1998 jedes Jahr- ein Kirchenkonzert statt; u.a. kamen zur Aufführung: „Messa di Gloria" von Puccini, „Messe in Es-Dur" von Franz Schubert, das „Requiem c-moll" von W. A. Mozart, „Die Schöpfung“ von J. Haydn u.a.

Am 24. Oktober 1993, zum 80jährigen Jubiläum der Pfarrkirche und des Chores, sowie zum 100. Todestag von Charles Gounod (+ 18.10.1893) brachte Elsässer mit seinem Chor die „Cäcilienmesse“ zur Aufführung. Trotzdem ist es die Hauptaufgabe des Chores, der auf 65 Sänger angewachsen ist, geblieben die Gottesdienste während des Jahres festlich zu gestalten. Der Chor hatte damals ca. 35 Dienste im Jahr, dazu kamen die Chorproben jede Woche.

1999 musste Rainer Elsässer sein Amt aus Krankheitsgründen aufgeben. Nach fast einjähriger Vakanz wanderten viele Chormitglieder ab und Karl-Heinz Vater wurde Nachfolger von Herrn Elsässer. Er blieb bis zum Dezember 2012 Kirchenmusiker an St. Margaret. Unter ihm wurde die wertvolle Max-Maerz-Orgel in der Alten Sendlinger Kirche auf den Originalzustand von 1860 zurückgeführt, sowie die Schwenk-Orgel um einige Register erweitert und ein neuer Spieltisch installiert. 2013 wurde Christian Bischof Chordirektor von St. Margaret und versuchte stetig den übernommenen Chor von nur noch 35 Mitgliedern auf derzeit 55 Chorsängerinnen und -sängern anzuheben. Zum 100jährigen Jubiläum der Pfarrkirche von St. Margaret führe er die „Missa grande c minore" („Einsiedeln-Messe") von Johann Simon Mayr auf; Hauptzelebrant war H.H. Erzbischof Karl Kardinal Marx.

(Autoren: Elisabeth Elsässer in „80 Jahre Kirchenchor St. Margaret", 1993 und Chr. Bischof)

1912            

Chorregent Peter Groß

1917            

Chordirektor Markus? Kagerer (1878[-1932])

1918            

Chordirektor Hans Schober

1947-1961        

Chordirektor Johannes Hasting (?-1961)

1961-1973        

Chordirektor Erich Leckert

1973-1984         

Chordirektor Dr. Schneiders

1984-1999        

Chordirektor Rainer Elsässer (*1941)

2000-2012        

Chordirektor Karl-Heinz Vater (*1966)

2013            

Chordirektor Christian Bischof (*1982)


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