Die Orgel in St. Korbinian

Geschichte der Kirchenorgel in St. Korbinian
Die erste Kirchenorgel in St. Korbinian hat eine ganz besondere Geschichte. Es war die Orgel der Hauptsynagoge in München, die im Sommer 1938 abgebrochen wurde.

Alfred Neumeyer (der damalige Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde München) schreibt in seinen unveröffentlichten Memoiren im Juni 1938: "Die kostbare Orgel, die erst mehrere Jahre vorher beschafft wurde, übernahm das erzbischöfliche Ordinariat für eine neuerbaute Kirche zu dem von der Orgelbaufirma bezeichneten Preise. Die Herren waren dankbar für die Überlassung des Werkes, weil sie eine so vollendete Orgel bei dem Mangel an gutem Material nicht mehr hätten beschaffen können." Das Zitat steht ebenfalls in: Beth ha-Knesseth - Ort der Zusammenkunft.

Zur Geschichte der Münchner Synagogen, Stadtarchiv München, 1999, und dabei steht als Fußnote: "In der Kirche St. Korbinian (München-Sendling) wurde die Orgel bei einem Bombenangriff im Juli 1944 zerstört."


Im Jahre 1949 begann dann der Wiederaufbau der Kirche.

Zum Patrozinium 1951 weihte Dekan Marx die neue kleine Orgel, die schon 1950 von Orgelbauer Franz Wappmannsberger gekauft worden war.


Nachdem im September 1983 mit Frau Beate Rödl (mittlerweile Murner) eine neue Kirchenmusikerin angestellt wurde, die alle anfangs teilweise vorhandenen Zweifler durch Leistung überzeugte, beschloss die Kirchenverwaltung, die kleine und abgenutzte Orgel durch ein dem Kirchenraum entsprechendes neues Instrument zu ersetzten. Dafür wurden die beiden Emporen umgebaut.

Die Pfarrei konnte in relativ kurzer Zeit die erforderliche Summe aufbringen, und am Patrozinium, 24. November 1985, konnte Pfr. Jung die neue Orgel einweihen. Die Orgel wurde 1985 von Wilhelm Stöberl gebaut. Sie hat 25 Register auf zwei Manualen und Pedal. 2003 wurde sie von der Orgelbaufirma Münchner Orgelbau Johannes Führer renoviert.
 

 

 


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