Kunst und Kirche

In Zusammenarbeit mit Künstlerinnen und Künstlern aus Sendling und Umgebung versuchen wir, neue Wege in der Begegnung von Kunst und Glaube zu gehen. Dabei sind wir zum Teil stark experimentell unterwegs. Seit einigen Jahren finden im Rahmen der offenen Ateliers Ausstellungen auch in St. Margaret und in St. Korbinian statt, insbesondere die Gemeinschaftsausstellung in der Pfarrkirche St. Korbinian.


Gemeinschaftsausstellung von Kunst in Sendling e. V. in St. Korbinian - offene Ateliers 2026

„Wir sind die Neuen"

Seit den offenen Ateliers 2025 sind wieder viele Künstler und Künstlerinnen neu zum Verein Kunst in Sendling e. V. gestoßen. Vielfältig wie der Verein in den Formen ihres künstlerischen Ausdrucks, der verwendeten Materialien und in ihrem Zugehen auf interessierte Besucher und Besucherinnen.

Ein Teil der „Neuen" stellt nun in St. Korbinian einen Ausschnitt ihres künstlerischen Schaffens aus. „Die Neuen" bringen immer auch etwas Frisches und Belebendes mit. Sie zeigen sich erstmals im Rahmen der Offenen Ateliers, sie erweitern das künstlerische Spektrum des Vereins und sie haben vor allem Lust, sich neu und erstmals auf den Raum Kirche und seine Präsentationsmöglichkeiten einzulassen.

Lassen Sie sich überraschen!

Wir als Verein freuen uns sehr über die zusätzlichen kreativen Impulse unserer Neumitglieder! Und zusammen mit der Präsentation der Werke von 2 schon langjährigeren Mitgliedern des Vereins im Gemeindesaal von St. Korbinian (im Innenhof auf der Rückseite von St. Korbinian) wird in konzentrierter Form letztlich ein breiter Bogen von der Malerei über Fotografie bis hin zu eher objektartigen Werken und Einbeziehung der BesucherInnen im und rund um den Kirchenbau St. Korbinian geboten. Und natürlich geht dabei auch ein besonderer Dank an den Pfarrverband Sendling, der jedes Jahr großzügig hier in St. Korbinian sowie in St. Margaret seine Räumlichkeiten zur Verfügung stellt.

Ihr Vorstand von Kunst in Sendling e. V.
Klaus Schenk, Manuela Müller, Fred Krüger

Link zur Veranstaltung auf der Seite des Vereins

Ausstellungsprojekt "LEMA"

In Kooperation mit der Kunstabteilung des Erzbischöflichen Ordinariats unter Leitung von Elisabeth Lutz wurden 2026 in der Pfarrkirche St. Korbinian während der Fastenzeit 14 Bilder aus der Serie LEMA von Lilian Moreno Sánchez gezeigt. Der Titel bezieht sich auf die letzten Worte Jesu am Kreuz, als er aufschreit: „Eli, Eli, lema sabachthani.” Jesus greift damit Worte aus den Psalmen auf: „Mein Gott, mein Gott warum hast du mich verlassen / bist fern meinem Schreien, den Worten meiner Klage.” Im Text des Evangeliums heißt es weiter: „Das Land war in Finsternis getaucht.” In Finsternis getaucht waren auch die Witwen und Frauen aus Chile, die in der Zeit der Militärdiktatur ihre Söhne, Ehemänner und Väter verloren haben, die verhaftet, gefoltert wurden oder einfach verschwunden sind.

14 Bilder sind unschwer auf den Passionsweg Jesu bezogen und wie in den Evangelien oder den später entstandenen Legenden erhalten die Materialien eine Bedeutung, denn der Bildgrund besteht aus zusammengenähten Stoffen: Es sind Betttücher der Verhafteten und Gefolterten aus dem Dorf Paine in Chile, wo eine Straße als die „Gasse der Witwen” (El Callejón de las Viudas) bezeichnet wird. Dort wurden am 24. April 1973 alle Männer über 15 Jahren aus ihren Häusern gerissen und kehrten nie zurück. Diese Betttücher sind vernäht mit Laken aus einem deutschen Krankenhaus.

Flyer zur Ausstellung >hier<